Rudolf

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Steckbrief

Name
Rudolf
Geschlecht
Jungenname
Silben
2

Der männliche Vorname Rudolf ist ein alter deutscher Name, der von der ursprünglichen Form Hruodolf bzw. Hrodulf abstammt.

Was bedeutet der Name Rudolf?

Der männliche Vorname Rudolf ist ein alter deutscher Name, der von der ursprünglichen Form Hruodolf bzw. Hrodulf abstammt. Er bedeutet übersetzt soviel wie "der berühmte Wolf", "der ruhmreiche Wolf" oder auch anders interpretiert "der ehrenvolle Wolf". Sein Ursprung liegt in der althochdeutschen Sprache. Abgeleitet wird Rudolf wiederum von den beiden Wortelementen hruod, was übersetzt "der Ruhm" oder "die Ehre" heißt und von wolf, was soviel wie "der Wolf" bedeutet. Wobei traditionell das Wort "Wolf" vielfach in Zusammenhang zu den folgenden Tugenden "Kraft", "Mut", "Klugheit" und "Zusammenhalt" verwendet wurde. Der Name ist auch als ein Familienname gebräuchlich. Rudolf war bereits im Mittelalter innerhalb des deutschsprachigen Raumes ein sehr beliebter Vorname, der besonders in der süddeutschen Region und auch in der Schweiz gerne vergeben wurde. Zahlreiche Adelige, Fürsten und Herrscher trugen diesen Namen und machten ihn somit überregional bekannt. Dazu gehören unter anderem Rudolf I. von Habsburg, der im 13. Jahrhundert ein deutscher König war. Aber auch der deutsche Kaiser Rudolf II., der im 16. Jahrhundert lebte und Mitglied des Hauses Habsburg war. Während der Neuzeit war Rudolf in der Zeitspanne zwischen 1890 und 1940 besonders populär und gehörte zu den Top 100 Vornamen in Deutschland. Danach ließ seine Beliebtheit stetig nach. In Deutschland ist ebenfalls die Kurzform Rolf häufig anzutreffen. Als Spitzname wird in der Regel Rudi verwendet. Dahingegen ist in der Schweiz eher die schweizerische Variante Ruedi beliebt. Die isländische Schreibweise des Namens ist Rúdólf. Weiterhin wird Rudolfa als das weibliche Pendant genutzt. Zu dem Namen Rudolf gibt es zahlreiche Varianten, dazu gehören unter anderem Hruodolf, Hrodulf und Hruodulf (Althochdeutsch), Rudolph (Englisch), Rudolphus, Rudolfo, Ridolfo und Rudolpho (Italienisch), Rudolphe (Französisch), Rudolfs (Lettisch), Rudolfas (Litauisch), Rudek (Polnisch und Tschechisch), Rodolf (Deutsch und Holländisch), Rodolfo (Italienisch und Spanisch), Rodolphus (Latinisiert), Roelf (Ostfriesisch und Holländisch), Roluf (Niederdeutsch), Roelof (Holländisch), Roelef, Roele, Rolof, Roolof und Roloff (Friesisch), Rezso (Ungarisch), Ruutolffi, Ruutolhvi und Ruutolppi (Finnisch), Rudolv (Schwedisch), Rodolphos und Rodolfos (Griechisch), Ruud (Niederländisch), Dusch, Riedi, Ruosch (Rätoromanisch), Rodolphe, Raulf und Roux (Französisch), Rudloff, Dolf und Roff (Deutsch). Die Kurzformen sind Rul (Deutsch), Rud (Dänisch und Schwedisch), Rolff (Dänisch), Rolph (Englisch), Rulf (Skandinavisch), Rufo (Spanisch), Rulle (Schwedisch), Rolfe, Rolphe, Rutz (Altdeutsch), Rolo (Spanisch), Rolle und Roel (Niederländisch). Als Koseformen werden Rudy, Rudey, Rudie, Ruodi (Schweizerisch), Rude (Slawisch), Ruda (Tschechisch), Rolfi und Rudo vergeben.

Woher kommt der Name Rudolf?

Wortherkunft Der Jungenname Rudolf hat seinen Ursprung in dem althochdeutschen Sprachraum. Als zweigliedriger Name setzt er sich aus den Namensbestandteilen hruod für "der Ruhm" oder "die Ehre" und wolf für "der Wolf" zusammen. Althochdeutsch Wortzusammensetzung hruod = der Ruhm, die Ehre (Althochdeutsch) und wolf = der Wolf (Althochdeutsch) Sprachen Altdeutsch Deutsch Englisch Holländisch Polnisch Skandinavisch Tschechisch

Wie spricht man Rudolf aus?

Klang & Aussprache von Rudolf: Der Name Rudolf ist zweisilbig und deutlich konturiert. In der deutschen Aussprache meist als "Ru-dolf" [ˈʁuːdɔlf] gesprochen, beginnt er mit einem langen, dunklen "u", das Tiefe vermittelt. Die zweite Silbe mit ihrem markanten Abschluss sorgt für Gewicht. Rudolf wirkt traditionsbewusst und kraftvoll - bodenständig, ernsthaft und präsent.

Wann hat Rudolf Namenstag?

Der Namenstag von Rudolf ist der 17. April (Rudolf von Bern), 26. Juni (Rudolf von Gubbio), 15. Juli (Rudolf Lunkenbein) und 6. November (Rudolf von Büren).

Beliebtheit

Der Jungenname Rudolf gehörte in Deutschland im späten 19. Jahrhundert konstant zur Top 20 Gruppe. Zwischen 1899 (Platz 12) und 1906 (Platz 12) erreichte er mehrfach starke Platzierungen. In den 1920er-Jahren steigerte sich die Popularität weiter. 1928 erreichte der Name mit Platz 15, 1924 mit Platz 17 und 1919 mit Platz 13 Spitzenwerte. Insgesamt bewegte er sich bis Anfang der 1930er-Jahre meist zwischen Top 12 und Top 30 und zählte damit klar zur erweiterten Spitzengruppe.

Spitznamen & Kosenamen

Dolf / Dolfi / Gunde / Kuhdolf / Ludolf / Muhdolf / Rud / Rude / Rudel / Rudi / Rudik / Rudikus / Rudiment / Rudimentär / Rudl / Rudo / Rudy / Ruedi / Ruudiii

Ähnliche Vornamen

Rudolfine

Bekannte Persönlichkeiten

  • Ernst Rudolf Neubauer (österreichischer Schriftsteller)
  • Karl Rudolf Stauffer (schweizer Maler)
  • Kronprinz Rudolf von Österreich (Sohn von Elisabeth und Franz-Joseph)
  • Rudolf Bock (deutscher Physiker)
  • Rudolf Caracciola (dt. Autorennfahrer)
  • Rudolf Casagrande (amerikanischer Künstler)
  • Rudolf Diesel (dt. Ingenieur)
  • Rudolf Dworsky (deutscher Filmregisseur)
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  • Rudolf Gangloff (Bildhauer aus Deutschland)
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  • Rudolf Hagelstange (deutscher Schriftsteller)
  • Rudolf Hartenstein (Romanfigur aus Else Urys "Nesthäkchen")
  • Rudolf Hauschka (Chemiker aus Österreich)
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  • Rudolf Jonas (Arzt aus Österreich)
  • Rudolf Karl Augstein (Journalist)

Häufige Fragen zum Namen Rudolf

Was bedeutet der Name Rudolf?

Der Name Rudolf bedeutet übersetzt 'der berühmte Wolf' oder 'der ruhmreiche Wolf'. Er setzt sich aus den althochdeutschen Bestandteilen für 'Ruhm' und 'Wolf' zusammen.

Welche Spitznamen gibt es für Rudolf?

Zu den häufigsten Spitznamen für Rudolf gehören Rudi, Dolf und Rudi. In der Schweiz ist die Variante Ruedi ebenfalls beliebt.

Wie wird der Name Rudolf ausgesprochen?

Der Name Rudolf wird in der Regel als 'Roo-dolf' ausgesprochen, wobei die Betonung auf der ersten Silbe liegt.

Gibt es weibliche Varianten des Namens Rudolf?

Ja, die weibliche Form des Namens Rudolf ist Rudolfa. Diese Variante wird jedoch weniger häufig verwendet.

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