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Walter
Steckbrief
- Name
- Walter
- Geschlecht
- Jungenname
- Silben
- 2
Der alte deutsche männliche Vorname Walter ist eine um das "h" verkürzte Form der älteren Schreibweise Walther und bedeutet übersetzt "der Herrscher der Armee", "der im Heer Waltende" und "der Heerführer". Seine Herkunft liegt in der althochdeutschen Sprache.
Was bedeutet der Name Walter?
Der alte deutsche männliche Vorname Walter ist eine um das "h" verkürzte Form der älteren Schreibweise Walther und bedeutet übersetzt "der Herrscher der Armee", "der im Heer Waltende" und "der Heerführer". Seine Herkunft liegt in der althochdeutschen Sprache. Abgeleitet wird Walter bzw. die ursprünglichen Formen Walthari und Waltheri von den zwei Wortstämmen waltan, was für "walten", "herrschen" oder "der Herrscher" steht und von heri, was soviel wie "das Heer", "die Kriegsschar", "der Heerführer" oder auch "der Krieger" heißt. Walter ist ein traditionsreicher Vorname, der sich bereits im frühen Mittelalter im europäischen Raum weit verbreitete. Für die Verbreitung sorgte unter anderem die etwa im 9. Jahrhundert entstandene Sage über den legendären westgotischen Königssohn Walther von Aquitanien, die in Form des lateinischen Gedichts "Waltharius" sowie dem "Waltherlied" oder "Waltharilied" bekannt ist. Weiterhin wurde der Name um 1200 durch den Dichter Walther von der Volgelweide populär. Dieser verfasste als sein Lebenswerk rund 90 Minnelieder und 150 Sangsprüche. Ein ebenfalls bekannter Herrscher war Waltheri, der Sohn Wachos aus seiner dritten Frau Silinga, der von 539 bis 546 nach Christus König der Langobarden war. Er war ein Kindkönig, seine Herrschaft wurde von Audoin verwaltet. Im 19. Jahrhundert wurde der Name im Anschluss an die historische Dichtung wieder neu belebt. So werden zum Beispiel in dem Buch "Wilhelm Tell" von Schiller der Schwiegervater von Tell "Walther Fürst" und der Sohn von Tell "Walther Tell" erwähnt. Ebenso trägt der Ritter in der Wagner-Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" den Vornamen Walter und zwar Walter von Stolzing. Walter ist auch als ein Familienname gebräuchlich. Hinweis: Der Vorname Walter trägt die gleiche Bedeutung wie Harald in sich. Andere Varianten sind unter anderem Valder, Valther und Walder (Dänisch), Valter (Dänisch, Estnisch, Finnisch, Norwegisch und Schwedisch), Walther (Deutsch und Dänisch), Wolter (Niederdeutsch), Woidda (Bayerisch), Walti, Wali und Walo (Schweizerdeutsch), Walt (Englisch), Valtteri (Finnisch), Gauthier, Gautier und Gaucher (Französisch), Gualtiero und Valtiero (Italienisch), Gualterius und Gualtherus (Lateinisch), Valters (Lettisch), Wouter und Wout (Niederländisch), Valtar und Valtare (Norwegisch), Guálter und Gualtério (Portugiesisch), Valtier und Valtierra (Rätoromanisch), Volter (Schwedisch), Gutierre, Gualtierre und Galtero (Spanisch), Valti, Valtika und Valkó (Ungarisch), Waller (Rheinisch) und Waltrina.
Woher kommt der Name Walter?
Wortherkunft Der Jungenname Walter hat seine Ursprünge in dem althochdeutschen Sprachraum. Der alte zweigliedrige Name setzt sich zusammen aus den beiden Wortbestandteilen waltan für "walten", "herrschen" oder "der Herrscher" und heri für "das Heer", "die Kriegsschar", "der Heerführer" oder "der Krieger". Als die Ursprungsformen des Namens werden Waltheri und Walthari angesehen. Altgermanisch Althochdeutsch Wortzusammensetzung waltan = walten, herrschen, der Herrscher (Althochdeutsch) und heri = das Heer, die Kriegsschar, der Heerführer, der Krieger (Althochdeutsch) Sprachen Deutsch Englisch Französisch Friesisch Isländisch Polnisch Skandinavisch
Wie spricht man Walter aus?
Klang & Aussprache von Walter: Der Name Walter ist zweisilbig und fest strukturiert. In der deutschen Aussprache meist als "Wal-ter" [ˈvaltɐ] gesprochen, verbindet er einen offenen Auftakt mit einer konsonantenreichen Mitte. Das harte "t" im Zentrum verleiht dem Namen Kontur. Walter wirkt traditionsbewusst und stabil - sachlich, verlässlich und zeitlos.
Wann hat Walter Namenstag?
Der Namenstag von Walter ist am 22. Januar (Walter von Bierbeek), 23. März (Walter von Rebais), 17. Mai (Walter von Mondsee), 16. November (Waltger von Dornberg), 29. November (Walterich von Murrhardt) und am 10. Dezember.
Beliebtheit
In Deutschland gehörte der männliche Name Walter im späten 19. Jahrhundert zur Top 20 Gruppe und etablierte sich ab 1897 dauerhaft in der Top 10. Zwischen 1906 und 1908 erreichte er sogar mehrfach die Spitzenposition (Platz 1). Auch 1912 und 1913 folgten starke Jahre mit Platz 2. In dieser Phase zählte der Name zu den beliebtesten Jungennamen. Die eigentliche Hochphase begann um 1919 mit Platz 1.
Spitznamen & Kosenamen
Alter / Alter Falter / Bahnhofsschalter / Kalter / Malta / Meingottwalter / Schalter / Socke / Spalter / Wa / Waddehaddedudeda / Wädi / Wal / Wala / Walda / Walde / Waldi / Waldl / Walla / Walle / Waller / Walli / WallterFalter / Walo / Walt / Walterchen / Walteri / Walti / Waltraud / Wammel / Watle
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Häufige Fragen zum Namen Walter
Was bedeutet der Name Walter?
Walter bedeutet 'der Herrscher der Armee' und hat seine Wurzeln im althochdeutschen Sprachraum. Der Name setzt sich zusammen aus den Begriffen für 'walten' und 'Heer'.
Für welches Geschlecht ist der Name Walter geeignet?
Walter ist ein traditioneller Jungenname und wird in der Regel für männliche Kinder vergeben.
Gibt es passende Spitznamen für Walter?
Ja, einige gängige Spitznamen für Walter sind Walti, Walle, Waldi und Wädi. Diese Kosenamen bieten eine freundliche und persönliche Ansprache.
Wie wird Walter ausgesprochen?
Walter wird in der Regel als 'Valter' ausgesprochen, wobei das 'W' wie ein 'V' klingt. Die Betonung liegt auf der ersten Silbe.